E-Rechnung für Vereine: Was Du jetzt wissen muss

E-Rechnung für Vereine: Was Du jetzt wissen muss

Ab 2025 Pflicht

E-Rechnung für Vereine: Was Du jetzt wissen muss

 

Ab dem 1. Januar 2025 sind auch Vereine gesetzlich verpflichtet, elektronische Rechnungen (E-Rechnungen) zu erstellen und zu empfangen. Diese Änderung betrifft viele Vereine und verlangt Anpassungen in der Rechnungsstellung und -verwaltung. Hier findest du eine umfassende Anleitung, um deinen Verein auf die E-Rechnungspflicht 2025 vorzubereiten.

Was ist eine E-Rechnung?

Die E-Rechnung ersetzt traditionelle Formate wie PDF oder Papier und muss ab Januar 2025 in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format vorliegen – meist in Form einer XML-Datei. Dies bedeutet, dass Rechnungsdaten direkt und automatisiert von einer Buchhaltungssoftware verarbeitet werden können, ohne dass manuelle Eingaben nötig sind. Ziel dieser Reform ist es, die Effizienz zu steigern und Verwaltungsprozesse zu digitalisieren.

Wichtig zu wissen: Die E-Rechnung ist in ihrem maschinenlesbaren Format nicht unmittelbar lesbar. Die XML-Dateien bestehen aus strukturierten Daten, die speziell auf Computer und Buchhaltungsprogramme zugeschnitten sind.

Betrifft die E-Rechnungspflicht 2025 auch meinen Verein?

Ja, die neue E-Rechnungspflicht betrifft grundsätzlich alle Vereine. Auch wenn Vereine keine klassischen Unternehmen sind, gelten sie bei bestimmten Aktivitäten als umsatzsteuerpflichtig und fallen daher unter das Gesetz. Die Regelungen sehen jedoch wichtige Ausnahmen und Übergangsfristen für Vereine vor:

  • Keine Pflicht zur E-Rechnung: Vereine, die ausschließlich im ideellen Bereich tätig sind, sind von der Pflicht zur E-Rechnung ausgenommen. Das betrifft z. B. Spendenaktionen und ehrenamtliche Tätigkeiten ohne wirtschaftlichen Zweck.
  • Das Umsatzsteuergesetz regelt in §4 noch einige Ausnahmen für umsatzsteuerfreie Leistungen, die in Rechnung gestellt werden. Für dich am relevantesten sind sicherlich Teilnehmer-Gebühren für sportliche Veranstaltungen/Startgelder, Kursgebühren und Leistungen der Jugendhilfe.
  • Kleinbetragsrechnungen bis zur Grenze von 250€ sind ebenfalls ausgenommen.
  • Pflicht zur E-Rechnung: Für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, die Vermögensverwaltung oder den Zweckbetrieb eines Vereins ist die E-Rechnung Pflicht. Das bedeutet, dass dein Verein Rechnungen im neuen Format erstellen muss, wenn z. B. Einnahmen aus Vermietungen, Sponsoring oder Ticketverkäufen für Veranstaltungen erzielt werden.

Auch die Kleinunternehmerregelung entbindet nicht von der Pflicht zur E-Rechnung. Vereine müssen diese unabhängig von ihrer Umsatzsteuerpflicht anwenden.

Übergangsregelungen für die E-Rechnungspflicht bei Vereinen

Die Gesetzgebung sieht großzügige Übergangsfristen für die Umstellung auf die E-Rechnung vor, um Vereinen genügend Zeit zur Anpassung zu geben:

  • Übergangsfrist bis Ende 2026: Vereine dürfen, unabhängig von ihrem Gesamtumsatz, Rechnungen noch bis zum 31. Dezember 2026 in herkömmlicher Form (z. B. als PDF) versenden. Dies ermöglicht eine schrittweise Umstellung für viele kleinere Vereine.
  • Längere Frist bis Ende 2027: Vereine mit weniger als einem Vorjahresumsatz von maximal 800.000 Euro haben eine verlängerte Frist bis zum 31. Dezember 2027. Damit können sie sich länger auf die E-Rechnungsanforderungen vorbereiten. Das dürfte auf die meisten Vereine mit weniger als 100 Mitgliedern zutreffen.

Beachte: Diese Übergangsfristen gelten nur für das Erstellen von E-Rechnungen, nicht für den Empfang. Vereine müssen ab dem 1. Januar 2025 bereit sein, E-Rechnungen zu empfangen, falls sie Waren oder Dienstleistungen beziehen, die der Vermögensverwaltung, dem Zweckbetrieb oder dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zugeordnet sind.

Beispiele: Welche Rechnungen fallen unter die Pflicht zur E-Rechnung?

Hier sind einige typische Rechnungen, die ab 2025 für Vereine in den Bereich der E-Rechnungspflicht fallen:

  • Vermögensverwaltung: Pacht- oder Mietrechnungen, die dein Verein stellt, müssen im E-Rechnungsformat erstellt werden.
  • Zweckbetrieb: Einnahmen aus Veranstaltungen oder Ticketverkäufen, die der Erfüllung des Vereinszwecks dienen und über den 250€ liegen.
  • Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb: Sponsoring, Werbeverträge oder die Bewirtung bei Vereinsveranstaltungen.

Diese Beispiele zeigen, dass die E-Rechnung für viele Vereinsaktivitäten relevant wird und besonders der wirtschaftliche Bereich davon betroffen ist.

Was braucht dein Verein, um E-Rechnungen zu empfangen?

Um E-Rechnungen empfangen zu können, reicht im Grunde ein E-Mail-Postfach. Allerdings sind E-Rechnungen im XML-Format nicht ohne Weiteres lesbar. Eine Buchhaltungssoftware, die das maschinenlesbare Format unterstützt, kann hier Abhilfe schaffen. Moderne Buchhaltungslösungen bieten die Möglichkeit, E-Rechnungen automatisch einzulesen und weiterzuverarbeiten – das spart Zeit und verringert den manuellen Aufwand.

Was benötigt dein Verein, um E-Rechnungen zu erstellen?

Für die Erstellung von E-Rechnungen ist eine geeignete Buchhaltungssoftware erforderlich. Falls dein Verein bereits eine Buchhaltungssoftware nutzt, solltest du prüfen, ob diese das XML-Format unterstützt oder ob ein Update vom Anbieter bereitgestellt wird. Für Vereine, die noch keine Software im Einsatz haben, gibt es viele Optionen, die speziell auf Non-Profit-Organisationen und Vereinsbedürfnisse zugeschnitten sind.

Zusätzlich zur Software ist es wichtig, an die Datensicherheit und Archivierung der E-Rechnungen zu denken. Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren bleibt bestehen. Daher ist es empfehlenswert, auf eine cloudbasierte Lösung zurückzugreifen, die automatische Backups und hohe Sicherheitsstandards bietet.

FAQ zur E-Rechnungspflicht für Vereine

1. Was ist der Unterschied zwischen einer E-Rechnung und einer normalen Rechnung?

Eine E-Rechnung liegt in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format (z. B. XML) vor, das eine automatisierte Verarbeitung ermöglicht. PDFs oder Papierrechnungen erfüllen diese Anforderungen nicht.

2. Muss mein Verein für jede Art von Umsatz E-Rechnungen erstellen?

Nein. Die E-Rechnungspflicht gilt für Rechnungen im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, Zweckbetrieb und in der Vermögensverwaltung. Ideelle Tätigkeiten und umsatzsteuerfreie Leistungen sind ausgenommen.

3. Gibt es eine Übergangsfrist für die E-Rechnungspflicht?

Ja, für die Erstellung von E-Rechnungen gilt eine Übergangsfrist bis Ende 2026 bzw. Ende 2027 für kleinere Vereine. Für den Empfang von E-Rechnungen gilt die Pflicht jedoch ab dem 1. Januar 2025.

4. Was passiert, wenn mein Verein keine E-Rechnungen erstellen kann?

Ohne geeignete Software kann dein Verein Schwierigkeiten haben, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Daher ist die Anschaffung einer Buchhaltungssoftware, die das E-Rechnungsformat unterstützt, empfehlenswert.

5. Kann ich weiterhin PDF-Rechnungen verschicken, wenn mein Verein klein ist?

Ja, bis Ende 2026 bzw. Ende 2027 kannst du weiterhin PDFs verschicken, wenn dein Verein die Umsatzkriterien der Übergangsfrist erfüllt und der Empfänger zustimmt. Danach wird die E-Rechnung jedoch zur Pflicht.

6. Reicht ein E-Mail-Postfach für den Empfang von E-Rechnungen?

Technisch gesehen ja. Allerdings sind E-Rechnungen in XML für das menschliche Auge schwer lesbar. Eine Buchhaltungssoftware kann die Datei automatisch verarbeiten und die Daten zugänglich machen.

7. Muss mein Verein die E-Rechnungen digital archivieren?

Ja, die 10-jährige Aufbewahrungsfrist gilt auch für E-Rechnungen. Eine sichere Archivierung, am besten in der Cloud, wird dringend empfohlen, um die Daten langfristig zu schützen.

Zusammenfassung: Die wichtigsten Punkte zur E-Rechnungspflicht für Vereine ab 2025

Hier die zentralen Informationen im Überblick:

  • Empfang von E-Rechnungen: Ab dem 1. Januar 2025 müssen Vereine bereit sein, E-Rechnungen zu empfangen – insbesondere für Tätigkeiten im Zweckbetrieb, in der Vermögensverwaltung und im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb.
  • Erstellung von E-Rechnungen: Je nach Aktivität (wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, Zweckbetrieb) müssen Vereine E-Rechnungen ausstellen. Übergangsfristen bis 2026 bzw. 2027 erleichtern die Umstellung.
  • Softwareeinsatz: Die Verwendung einer Buchhaltungssoftware, die E-Rechnungen im XML-Format unterstützt, ist entscheidend für eine reibungslose Umsetzung.
  • Archivierung und Sicherheit: Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren bleibt bestehen, daher sollte eine sichere Speicherung gewährleistet sein.

Fazit zur E-Rechnung für Vereine: Vorteile und Herausforderungen

Die Umstellung auf E-Rechnungen mag anfangs wie eine zusätzliche Hürde wirken, bringt aber langfristig zahlreiche Vorteile mit sich. E-Rechnungen erleichtern die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen und machen die Buchhaltung effizienter und transparenter. Dank der Übergangsfristen können Vereine die neue Rechnungsanforderung schrittweise umsetzen und sich in Ruhe auf die technischen Anforderungen vorbereiten.

Nutze die Zeit bis Januar 2025, um die passende Softwarelösung zu finden und dich mit dem neuen System vertraut zu machen. So kann dein Verein problemlos in das neue Zeitalter der digitalen Rechnungsstellung starten und von den Vorteilen profitieren.

Weitere spannende Informationen findest du in der Podcastfolge oben.

Deine Vereinsstrategen

Wie sieht der digitale Verein der Zukunft aus?

Wie sieht der digitale Verein der Zukunft aus?

Digitalisierung

Die Digitalisierung der Vereine hat erst begonnen

 

Zusammen mit dem Co-Gründer und Geschäftsführer der Total-Fan-Sports GmbH Gregor Demmer wollen wir in zwei Episoden einmal über den digitalen Verein der Zukunft sprechen. Denn eines ist klar, eine digitale Transformation im Verein kommt nicht über Nacht, sondern ist das Ergebnis von jahrelanger stetiger Arbeit. Dabei hilft es natürlich ungemein, wenn das Ziel klar ist, wo man als Verein hin will. Man könnte also auch sagen – wie soll dein Verein in der Zukunft aussehen? Wir sprechen im Podcast deswegen darüber, was für Entwicklungen wir in der Vereinslandschaft auf die verschiedenen Herausforderungen erwarten. Einige Herausforderungen kennst du sicherlich auch aus deinen Verein. Dabei hat in vielen Bereichen natürlich auch die Digitalisierung als Querschnittsthema eine hohe Bedeutung. Doch auch beim Thema Digitalisierung gilt – was sollte man zuerst angehen, was sind Themen, wo Digitalisierung vielleicht gar nicht so wichtig ist und was sind Eintagsfliegen, die sich nicht durchsetzen werden? Wir werden werden im Podcast deswegen unter anderem folgende zentrale Fragen immer mit Bezug auf das Thema Digitalisierung beantworten:

  • Was sind die aktuellen Megatrends und wie wirken sich diese auf Vereine, den Sport und auf die Digitaliierung aus?
  • Wie gehe ich mit typischen Herausforderungen im Verein um, sei es nun die Sponsorensuche, die Mitgliedergewinnung oder das Ehrenamt? Wie kann Digitalisierung dabei vereinfachen und unterstützen?
  • Was sind mögliche Zukunftsszenarien für Vereine in einigen Jahren? Wo geht die Entwicklung hin?

Wir würden uns freuen, wenn du in den Podcast reinhören würdest. Wir vesprechen dir, dass es sich lohnt. Bei Fragen oder Themenwünschen erreichst du uns unter info@vereinsstrategen.de.

Deine Vereinsstrategen

Digitalisierung im Verein – Mit diesem Tipp sparst du Geld

Digitalisierung im Verein – Mit diesem Tipp sparst du Geld

Sparpotential

Stifter-Helfen als Digitalisierungsbooster

 

Vereine sind eigentlich immer etwas klamm und gerade Investitionen in Hard- und Software ist nicht gerade günstig. Doch als Vereinsstrategen haben wir einen ultimativen Tipp für dich, wie du für deinen Verein kostengünstig an alles kommst, was du für deine tägliche (digitale) Arbeit benötigst. Im Podcast gehen wir auf die Idee noch etwas detaillierter ein, der Blog stellt vielmehr eine Zusammenfassung dar.

Eine Kurzvorstellung: Stifter-helfen

Die Wenigsten haben sicherlich davon gehört, aber „Stifter-helfen“ gibt es schon seit 2008. Es handelt sich um ein gemeinnütziges IT-Portal, welches diverse Softwarelizenzen von unterschiedlichen Anbietern zur Verfügung stellt. Allerdings gibt es dort auch Hardware und Schulungen zu vereinsrelevanten Themen. Die Nutzer können alle Angebote zu einem Bruchteil des regulären Preises erwerben. Einzige Bedingung: Der Nutzer muss eine gemeinnützige Organisation sein, was die meisten Vereine glücklicherweise sind. Möglich gemacht wird dies durch die gemeinnützige GmbH „Haus des Stiftens“, welche Träger des Portals ist.

Die Auswahl an Angeboten ist dabei riesig, aber es lohnt sich, etwas Zeit zu investieren und sich alles einmal anzuschauen. Wie haben uns diese Mühe für dich einmal gemacht und präsentieren dir hier aus unserer Sicht einige Perlen:

Software

  • Microsoft ist Partner und somit steht das komplette Office 365 Paket und das Betriebssystem zur Verfügung. Das benötigt wahrscheinlich jeder Verein.
  • Vereins-App von Appack. Man hat die Möglichkeit ohne Programmierkenntnisse eine eigene App zu bauen. Wir haben mit diesem Programm noch nicht gearbeitet, aber es scheint uns auf jeden Fall einen Blick wert.
  • Dein Verein will bei Social Media mit fantatischen Fotos punkten? Dann denkt man sofort an die Lösungen von Adobe. Auch Photoshop und die komplette Creative Cloud mit der Videobearbeitung ist für einen Bruchteil des Preises zu haben.
  • Auch Antivirussoftwaren sind vorhanden. So sind die Vereinsdaten sicher!
  • Wenn du deine regelmäßig Mitglieder informieren und erreichen willst, ist der Newsletterversand eine beliebte Option. Hier stehen beispielsweise CleverReach und LamaPoll zur Verfügung.
  • In letzter Zeit haben wir immer wieder davon gesprochen, dass auch die Digitalisierung von Vereinen sich mehr in Richtung cloudbasierte Dienste entwicklen muss. Hier stehen beispielsweise Amazon Web Services (AWS), Slack oder andere Möglichkeiten zur Dokumentenverwaltung zur Verfügung.
  • Seid ihr ein kleiner Verein? Dann ist „Wiso Mein Verein“ eine gute und etablierte Vereinssoftware, um diesen effektiv zu verwalten. Eine andere Art der Verwaltung bietet dagegen Locaboo. Hier könnt ihr die Belegung von euren Sportstätten organisieren.
  • Für den Onlinesport oder Meetings kannst du die Zoom-Lizenz günstiger erwerben.
  • Selbst für das Thema Fundraising gibt es professionelle Software, die hilft, dass dein Verein erfolgreicher wird.

Hardware

  • Im Büro ist Flex- bzw. Home-Office schon Standard. Wieso nicht auch den Ehrenamtlern die Möglichkeit geben von zu Hause zu arbeiten? Mit einem Notebook kein Problem. Diese gibt es in der Mittelklasse bei Stifter-helfen schon um die 300 Euro. Es handelt sich dabei meist um Leasingrückgänger, welche danach generalüberholt wurden.
  • Es gibt aber auch klassische Tower-PCs und passende Monitore für das Vereinsheim.
  • Deine Ehrenamtler müssen viel telefonieren? Dann kannst du ihnen auch ein Smartphone zur Verfügung stellen. Zwar gibt es nicht die neusten Modelle reduziert, aber die bestehenden Angebote sind für die Vereinsarbeit vollkommen ausreichend.

Schulungen

  • Es gibt diverse IT-Kurse und Webinare für Anfänger und Fortgeschrittene. Diese umfassen beispielsweise Outlook, Excel, Powerpoint, Photoshop oder Indesign.
  • Auch den Veränderungen in der Zusammenarbeit durch Corona wird Rechnung getragen. Es werden Webinare für die Zusammenarbeit im digitalen Raum angeboten. Themen sind beispielsweise „Kommunikation über Microsoft Teams“, Online-Konfliktmanagement oder Online-Teambuilding.
  • Wie präsentiere ich meinen Verein im Internet, überprüfe dies und steuere dies? Hier sind Google Ad Grants und Google Analytics Tools an denen man nicht vorbekommen wird. Ihr könnt nicht nur Erlernen, wie es funktioniert, sondern ihr bekommt nach Anerkennung der Gemeinnützigkeit auch einen Suchmaschinenfreibetrag von 10.000 US-Dollar!
  • Es gibt aber auch Schulungen zu allgemeinen Vereinsthemen, wie Strategieentwicklung, Organisationsentwicklung aber auch zu aktuellen Themen.
  • Die Webinare sind dabei grundsätzlich kostenlos. Die Ganztagsschulungen kosten zwischen 100 und 200 Euro, was aber ein sehr fairer Preis im Vergleich zum Markt ist.

Was kostet Stifter Helfer?

Die Anmeldung für das Portal ist kostenlos. Dafür ist eine gewöhnliche Registrierung auf der Seite notwendig, wo du die einige Informationen zu deiner Organisation angeben musst. Der Nachweis der Gemeinnützigkeit erfolgt durch das Hochladen des Freistellungsbescheides vom Finanzamt. Da dieser nicht unbegrenzt gültig ist, denke daran, dass du ihn in regelmäßigen Abständen erneuern musst.
Abhängig vom Produkt, welches für deinen Verein interessant ist, musst du für dieses eine Verwaltungsgebühr zahlen. Diese Gebühr ist netto ausgewiesen, beachte also die fehlende Umsatzsteuer. Schaue vor dem Kauf trotzdem noch einmal die Vergleichsangebote im freien Handel durch, um den Preis zu überprüfen.
Um noch einmal auf unsere „Perlen“ eingehen zu wollen, möchten wir dir für ausgewählte Softwarebeispiele die Preisersparnis aufzeigen:

  • Microsoft Office 365 kostet für bis zu zehn Personen 60 Euro im Jahr. Ein Unternehmen müsste für die gleiche Lizenz 245 Euro bezahlen.
  • Photoshop Elements kostet 31 Euro, bei normalen Anbietern allerdings meist um die 90 Euro.
  • „Wiso Mein Verein“ kostet 8,50 Euro im Jahr. Ein Vergleichsangebot, welches wir gesehen hatten, lag bei 140 Euro. Hier muss man allerdings noch einmal prüfen, ob der gleiche Funktionsumfang vorliegt, da dieser auch von der Größe deines Vereins abhängig ist.

Wir hoffen dir hat dieser Beitrag gefallen und wir konnten dir helfen, dass dein Verein zukünftig etwas Geld sparen kann. Falls du andere ähnliche Projekte kennst, worüber wir sprechen sollten, Fragen hast oder Themenwünsche an uns herantragen möchtest, dann kannst du das gerne unter info@vereinsstrategen.de tun. Im Gegenzug würden wir uns freuen, wenn du Menschen von unserem Podcast und dem Blog erzählst, damit noch mehr Ehrenamtler davon partizipieren können.

Deine Vereinsstrategen
(Martin Schüttler)

 

 

Die wichtigsten Grundlagen einer Vereins-App

Die wichtigsten Grundlagen einer Vereins-App

Vereins-App

Insellösungen haben bei Apps Vorteile

 

Das Thema Vereins-App ist einer der großen Trends im Breitensport. Verschiedene Entwickler bieten für alle möglichen Anwendungsfälle digitale Lösungen an. Wir wollen mit unserem Experten Dirk Mazukiewicz und seiner App MyClapp uns einmal den Markt anschauen, verschiedene Lösungsansätze bei Apps diskutieren und einen Ausblick geben.

 

Daten sammeln, Funktionsumfang prüfen

Vereine müssen sich bewusst werden, dass sie eine große Platform sind. Denn sie haben nicht nur Mitglieder als Interessensgruppe, sondern auch ganz viele andere „Kunden“, die Sympathien mit dem Verein haben und u.a. Tickets für Spiele erwerben. Die digitale Plattform für Mitglieder und Kunden unterscheidet sich aber – das eine ist ein Mitgliedersystem, das andere ein CRM-System. Dieses System sammelt je nach Ausgestaltung diverse Daten, welche der Verein nutzen kann. Viele Apps, wie auch MyClapp haben Funktionen von einem CRM-System.

Dabei muss man sich bei einer App natürlich die Frage stellen, welche Funktionen soll sie erfüllen. Hier gibt es einzelne Bestandteile, welche für alle Vereine gleich sein werden, aber auch einzelne individuelle Anforderungen. Und damit stellt sich schon die nächste Frage: Soll ein System alles können oder suche ich mir das, was ich brauche, zusammen? Im ersten Fall redet man von einem integrierten System im zweiten Fall von Insellösungen. Integrierte Systeme sind meist sehr komplex, schwerer bedienbar und teuer, haben allerdings einen vollautomatisierten Datentransfer innerhalb des Systems. Bei den Insellösungen kann man sich genau die Programme bzw. Funktionen raussuchen, die man brauchst, es ist günstiger und einfacher, allerdings müssen die verschiedenen Insellösungen über digitale Schnittstellen verbunden werden (z.B. CSV-Schnittstellen). Dies war für Dirk auch der Ansatzspunkt für MyClapp. Als Insellösung für Mannschaftssportarten und Wettkampfsport ist diese App so konzipiert, dass sie innerhalb kürzester Zeit an diverse Schnittstellen angebunden werden kann, wie Webseite, Social-Media-Kanäle, Ergebnisauskünfte, Streamingangebote etc. Laut seiner Aussage ist die App in 20 min für einen ersten Test individuell für den Verein eingerichtet, da er weiß, dass Zeit im Verein ein großes Problem ist und man deswegen nicht diverse Entwicklungsschleifen drehen kann, so wie das beispielsweise in Unternehmen gemacht wird. Darüber hinaus muss eine App aus seiner Sicht preislich günstig sein und einfach zu bedienen sein.

 

Zusatznutzen einer App

Wir haben im Podcast und im Blog mehrfach schon darauf hingewiesen, dass eine Vereins-App nicht die Spiegelung der Webseite sein darf. Die gerade beschriebenen Schnittstellen stellen schon vorhandenen Content anderes aufbereitet noch einmal dar. Dies ist wichtig, aber nicht ausreichend. Deswegen muss eine App noch speziellen exklusiven App-Content zur Verfügung stellen, um erfolgreich zu sein. Möglich sind z.B. diverse Arten von Gutscheinen. Ihr habt ein Heimspiel? Dann sendet doch euren Mitgliedern und Fans per App ein Freigetränk zu für dieses Spiel, damit sie motiviert sind zu kommen. Ihr sucht neue Mitglieder? Dann sendet den Fans einen kostenlosen Gutschein für ein Probetraining bei euch im Verein. Wenn die App als eine CRM-Funktion durch vorherige Abfrage erfassen kann zu welcher Personengruppe der Handybesitzer gehört, dann kann man solche Gutscheine oder auch Pushnachrichten gezielt verbreiten. Personengruppen könnten beispielsweise Helfer, Mitglied, Zuschauer und Vorstand sein. Solche Ausspielmöglichkeiten machen die App zu einem persönlicheren Erlebnis für den Nutzer und bauen eine engere Bindung zwischen Nutzer und Verein auf. Und gerade bei jungen Nutzern sollte man diese Art der Bindung nicht unterschätzen. Zusammengefasst kann man sagen, dass neben der Aktualität und der Qualität des Contents vor allem die Personifizierung der App für den Nutzer entscheidend sind.

Wir haben schon erläutert, dass es diverse Einsatzzwecke für Apps gibt. So kann es durchaus auch Sinn machen mehrere Apps in einem Verein zu nutzen. Die DOSB-App ist beispielsweise sehr gut dafür geeignet, wenn man Großsportvereine mit mehreren Abteilungen abbilden möchte. Sie ist damit allerdings auch aufwendiger und komplexer als andere Apps. Dirk kennt deswegen Beispiele, wo für den Gesamtverein die DOSB-App verwendet wird, aber Abteilungen MyClapp verwenden, um besser in die Außenkommunikation treten zu können mit Ticker und Spielberichten. Auch andere Apps sind typisch in der zusätzlichen Einzelanwendung, um z.B. die Mannschaftsorganisation im Verein zu ermöglichen.

 

Zukünftige Entwicklungen

Die nächsten Entwicklungsschritte für MyClapp sieht Dirk vor allem in einer weiteren Spezialisierung und hier betrachtet er vor allem zwei Bereiche – die Spezialisierung nach Mannschaftssportarten (Handball, Basketball, etc.) und nach Regionen. Die Idee dahinter ist leicht nachvollziehbar. Sowohl Regionen als auch Sportarten haben noch einmal spezifischere Anforderungen an Informationen, die man so gezielter ausspielen und den Nutzen der App damit weiter steigern könnte. Ein weiteres Ziel ist es den Zahlungsverkehr im Verein digital abzubilden und damit einfacher zu gestalten. Da der App-Markt im Breitensportbereich laut Untersuchungen noch in seinen Anfängen steckt, mit wenig Gesamtvolumen aber starken prozentualen Wachstumszahlen, wird es hier in den nächsten Jahren noch viele neue Entwicklungen geben und die Vereinslandschaft sicherlich nachhaltig verändern.

Wir werden dich darüber natürlich auf dem laufendem Halten. Falls du noch Fragen, Wünsche oder Themenvorschläge hast, sende uns gerne eine E-Mail an info@vereinsstrategen.de. Und wenn du uns einen Gefallen tun möchtest, empfehle gerne den Podcast und den Blog weiter.

Deine Vereinsstrategen
(Martin Schüttler)

Digitalisierung und E-Commerce im Breitensport

Digitalisierung und E-Commerce im Breitensport

Digitalisierung

Es scheitert häufig an der Umsetzung im Verein

 

Das Thema Digitalisierung hat für Breitensportvereine durch die Folgen der Coronakrise einen weiteren Schub bekommen. Gerade das Thema „Kontaknachverfolgung“ machte auch im Amateursportverein die Digitalisierung in Teilaspekten notwendig. Dementsprechend tauchen im Markt jetzt auch vermehrt Lösungen für diverse Vereinsbereiche auf. Wir wollen mit unserem Experten Prof. Dr. Dirk Mazukiewcz in der Podcastfolge einmal der Frage nachgehen, was eigentlich das Ziel von Digitalisierung sein sollte und welche Entwicklungen aktuell auf dem Markt vorhanden sind. Dirk ist neben seinem Lehrauftrag für Sportmanagement an der Hochschule Koblenz noch Präsident des Bonner SC und unternehmerisch im Digitalisierungsbereich tätig. Der Blogbeitrag stellt eine gekürzte Zusammenfassung der Podcastfolge dar.

Sinn der Vereinsdigitalisierung

Um über Digitalisierung sprechen zu können, muss man sich einer Aussage bewusst sein: „Digitalisierung im Verein darf kein Selbstzweck sein.“. Sie muss also reale greifbare Vorteile für den Verein bringen und diese können sich auf ganz unterschiedliche Ebenen beziehen:

  • Digitalisierung kann Mitarbeiter kompensieren, indem sie Prozesse vereinfacht oder automatisiert. Dadurch können Ehrenamtler entlastet werden und sich um andere wichtige Vereinsthemen kümmern. Am Ende spart dies Zeit und Geld.
  • Es macht aber auch das grundsätzlich Ehrenamt attraktiver. Langweilige, stupide oder sich wiederholende Aufgaben können „abgeschafft“ werden. Dadurch können sich Engagierte mehr auf Arbeiten konzentrieren, die ihnen Spaß machen. Gleichzeitig können durch den Wegfall oder die Verringerung von „nervigen“ Verwaltungsaufgaben mehr potentielle Engagierte leichter überzeugt werden. Hier heißt es dann, kleine Aufgabenpakete am besten zeitlich begrenzt anbieten, um Personen vom Ehrenamt zu überzeugen.
  • Onlinesport kann im Rahmen der Digitalisierung als ein Substitut gesehen werden. Es ersetzt den Verein mit seinen Angeboten nicht, aber er kann damit andere Zielgruppen erreichen.

Man muss die Digitalisierung als Unterstützung begreifen, um die beiden Hauptzwecke der Vereine voranzubringen – die sportliche und soziale Komponente.

 

Sinnhafte digitale Vereinstools und deren Umsetzungsprobleme

Aus der Erfahrung heraus kann man sagen, dass Vereine bei der Auswahl der digitalen Mittel, die sie verwenden, sehr effizient sind. Digitale Tools, welche nicht sinnvoll genutzt werden können, verbleiben nicht lange in der Vereinsnutzung und verschwinden dann meist auch schnell wieder vom Markt. Dadurch hat sich herauskristallisiert, dass folgende technische Lösungen ihre Berechtigung haben in Vereinen:

  • Browserbasierte Systeme
  • Digitale Mitgliederverwaltung
  • Interne Verwaltungstools (z.B. Mannschaftsverwaltung, Hallenbelegung)

Wenn man jetzt auf das Nutzungsverhalten der jüngeren Generationen schaut und beachtet das Vereine meist einen kleinen zeitlichen Versatz zu gesellschaftlichen Themen haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Nutzung von Handy-Apps der nächste Weiterentwicklungsschritt auch im Breitensport sein wird. Hier drängen gerade diverse Lösungen mehr und mehr auf den Markt. Dabei sollte man aber genau hinschauen. Der größte Fehler ist es, dass die App eine gespiegelte Version eurer Vereinswebseite ist. Die Vereinsapp muss einen realen Mehrwert bieten und muss sich durch verschiedene Eigenschaften auszeichnen. Sie muss situativ (also sehr aktuell) und personalisierbar sein und sich durch einen klaren Benefit auszeichnen. Außerdem müssen in der App die Informationen schnell erreichbar sein, sowohl für den Verein als auch für das Mitglied. Im besten Fall hat sie darüber hinaus noch Gamifikationelemente.

Am Ende scheitert oder gelingt Digitalisierung aber nicht an der Tatsache, dass man sich der Tatsache bewusst wird, dass es ein wichtiges Thema ist, sondern daran, welche Person hinter dem Thema steht. Wenn diese Person treibend bei dem Thema ist, dann wird es auch Fortschritte geben. Wenn ein Verein also einen jungen Mensch mit Interesse an dem Thema in seinen Reihen hat oder jemand, der sich hauptamtlich darum kümmern kann, wird der Verein auch Fortschritte verzeichnen. Wir reden als nicht von einem Erkenntnisproblem sondern einem Umsetzungsproblem. Eine mögliche Lösung könnte für einen Verein beispielsweise sein, die Position des Vorstandsmitglied „Digitalisierung“ zu schaffen.

E-Commerce – Sinnvolle Fortschritte im Verein?

Ein Teil der Digitalisierung betrifft auch den Bereich des „E-Commerce“ des Amateursports. Die Frage ist also, welche Vereinsprodukte kann ich an welche Personen bringen? Die Personen sind dabei entweder die Zuschauer oder/und die aktiv Sporttreibenden. Wenn wir jetzt beispielsweise von einer Hallensportart ausgehen, ist mein Ziel als Verein Menschen als Zuschauer in die Halle zu holen und zu binden. Gerade das Online-Ticketing im Breitensport hat einen großen Schub in der Coronakrise erfahren und hat Menschen begeistert, wie einfach auch der Zugang zum Amateursport sein kann. Diese Entwicklung wird nicht zurückgedreht werden, schon allein weil die Gewöhnungseffekte der Zielgruppe vorhanden sind. Ähnliche Entwicklungen gibt es im Bereich des Onlinevertriebs von Merchandisingartikeln. Der Personenkreis „Sporttreibende“ wird aktuell noch stark vernachlässigt beim E-Commerce. Aus unserer Erfahrung gibt es nur wenige Vereine, welche beispielsweise ein Sportprogramm buchbar über die Homepage anbieten. Beim E-Commerce muss man aber auch klar sagen, dass man Aufwand und Nutzen abschätzen muss. Gerade außerhalb des Zuschauersports muss man sehr genau prüfen, welche Vorteile gegeben sind.

Wir hoffe, dass wir Dir auch mit diesem Beitrag wieder hilfreiche Unterstützung geben konnten. Wenn du mehr zum Thema Vereinsdigitalisierung lesen willst, dann klicke einfach hier. Alternativ würden wir uns natürlich freuen, wenn du in unseren ausführlicheren Podcast einmal reinhören würdest und ihn bei Gefallen gerne weiterempfehlen kannst. Bei Fragen erreichst du uns auch ganz einfach unter info@vereinsstrategen.de.

Deine Vereinsstrategen
(Martin Schüttler)